Tiefes Blech Drucken E-Mail
Die Tuba 

Die Tuba ist das tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente.

Tuba war im Römischen Reich die Bezeichnung für ein Blasinstrument aus Messing oder Bronze. Es besaß die Form einer geraden, langgestreckten Röhre mit schmalem Schallbecher, ähnlich einer Fanfare, und entsprach wahrscheinlich der griechischen Salpinx.

Die ersten Tuben wurden in Berlin um 1835 kurz nach der Erfindung der Ventiltechnik entwickelt. 

Im Orchester werden Basstuba und Kontrabasstuba gleichermaßen verwendet. Die Tuba ist im Orchester meistens einfach, seltener auch zweifach besetzt.

Die wichtigsten und bekanntesten Bauformen

Gebaut wird die Tuba als Basstuba in Es oder F, Kontrabasstuba in B oder C. Letztere ist die größte und tiefste Tuba.
Das Sousaphon wurde durch den Amerikaner John Phillip Sousa für die Brass- bzw. Bigbands des amerikanischen Militärs als Show-Instrument entwickelt. Es wird in der Regel in der Marschmusik eingesetzt.

 
Die Posaune 

Die Posaune entstand in ihrer jetzigen Form bereits um 1450 als Weiterentwicklung der Zugtrompete und ist neben der Violine eines der ältesten voll chromatisch spielbaren Orchesterinstrumente. Der englische, französische und italienische Name des Instruments trombone bedeutet wörtlich nichts anderes als "große Trompete". Der deutsche Name entwickelte sich aus der altfranzösischen Bezeichnung "buisine".

Bis etwa 1700 wurde die Posaune als einziges Blasinstrument mit sauberer Intonation häufig im Ensemble mit Sängern und Streichern, aber auch eigenständig eingesetzt.
Die ersten "modernen" Posaunen, die auch das metallische Forcieren des Klanges ermöglichten, wurden erst nach Mozarts Tod gebaut. Erst seit dieser Zeit wird die Posaune auch im Satz mit Trompeten eingesetzt.
In der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts behielt die Posaune ihre bedeutende Stellung im Sinfonieorchester. Nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckten Komponisten das Instrument nach und nach auch wieder neu als Solo-Instrument und für die Kammermusik.

Heute wird die Posaune in allen Arten der Blasmusik, Sinfonie-Orchestern, Marsch- und Militärkapellen, Blechkapellen, Posaunenchören und anderen Genres gespielt. Die Posaune ist darüber hinaus aus dem Swing, Jazz, Salsa und Ska nicht mehr wegzudenken.

Unter einer Posaune versteht man im Allgemeinen eine Zugposaune. Die Ventilposaune bildet eine Sonderform. Der Zug dient der Tonhöhenänderung, da durch Hinausschieben die Luftsäule verlängert wird.

Die Posaune besitzt in der Regel sieben Zugpositionen (auch: Lagen), die sich jeweils um einen Halbton unterscheiden. Der Zug kann stufenlos verschoben werden, so dass die Posaune als einziges Blechblasinstrument von einer Tonhöhe zu einer anderen "gleiten" kann.

Die heute am weitesten verbreiteten Stimmlagen sind die Tenor- und Bassposaune. Vergleichbar anderen Instrumenten der Renaissance wie etwa der Blockflöte wurde die Posaune historisch jedoch in allen Stimmlagen von Piccolo bis Kontrabass gebaut.
 
Das Tenorhorn 

Durch das Tenorhorn wurde eine Lücke in der Instrumentierung zwischen den tiefen Blechblasinstrumenten (Tuba) und den (tiefen) Es-Trompeten der Alt-Lage geschlossen. Erstmals eingesetzt wurde es 1847 in der Militärmusik.

Auf dem Tenorhorn lassen sich höhere Naturtöne besser erzeugen. Sein Ton wird im Verhältnis zum Bariton in hohen Lagen als klanglich heller und lauter empfunden. Im Blasorchester ist es deshalb sehr gut für Soli geeignet.

Man unterscheidet

  • ovale Bauform mit Drehventilen („Böhmisches“ Tenorhorn)
  • gerade Bauform mit Perinetventilen (im Englischen: „Baritone horn“)
  • gerade Bauform mit Drehventilen („Deutsches“ Tenorhorn)
 
Das Bariton 

Das Bariton (Baryton, Baritonhorn, Tenorhorn) ist ein Blechblasinstrument mit 4 oder 3 Ventilen, sehr ähnlich dem Tenorhorn.

In Mittel- und Osteuropa wird das Bariton zumeist in der ovalen Form verwendet. In den letzten Jahren hat sich zunehmend auch die gerade Bauform, das Euphonium, etabliert, das aus dem westeuropäischen Raum (Frankreich, Benelux-Staaten, Iberische Halbinsel und vor allem Großbritannien) stammt.

Vergleich zum Tenorhorn 

Ein Unterschied zum Tenorhorn ergibt sich aus der Mensur des Baritons, welche wesentlich weiter, d. h. stärker konisch ist, als diejenige des Tenorhorns. Der Mensurunterschied zwischen den beiden Hörnern ist in etwa vergleichbar mit demjenigen zwischen Kornett und Flügelhorn, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt.

Weiterhin klingt das Bariton etwas weicher und in den tiefen Lagen voller als das Tenorhorn. Heutzutage werden Tenorhornstimmen meistens, wegen des weicheren Klanges, mit einem Bariton gespielt. Außerdem führt die weite Mensur dazu, dass die Intonation auf dem Bariton variabler ist als die des Tenorhorns, so können schlecht stimmende Töne, vor allem in den tiefen Lagen, vom Baritonspieler noch leichter mit dem Ansatz korrigiert werden.
 
  
  
 
 
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